Erbbegräbnis von Lilien
Katholische Pfarrkirche St. Stehanus Opherdicke
Das Erbbegräbnis der Familie von Lilien
Das Erbbegräbnis der Familie von Lilien wurde etwa 1849 angelegt. Die erste Beisetzung war Franz Josef Michael von Lilien im Januar 1877. Neben ihm liegen seine Frau Augusta von Vittinghoff gen. Schell und vier von ihren fünf Kindern sowie ihre Enkelin Sophie von Fürstenberg, ein Kind von Margarete von Fürstenberg, geb. von Lilien, die in Belgien lebte und dort beigesetzt wurde.
Dieses Erbbegräbnis steht seit 1989 in der Denkmalliste der Gemeinde Holzwickede und wird von der katholischen St.-Stephanus‑Gemeinde gepflegt.
Mit dem Tod von Franziska von Lilien‑Echthausen, geb. von Lilien, am 16. Dezember 1912 – der letzten Beisetzung auf der Liliengruft – stirbt die Linie von Lilien in Opherdicke aus. Zur Erinnerung an Franziska von Lilien‑Echthausen gab es eine kleine Ausstellung in der St.-Stephanus‑Kirche zu ihrem 100 Todestag im Dezember 2012.
Als der Patron der Kirchengemeinde St. Stephanus, Franz Caspar Michael von Lilien, am 20. Juli 1906 verstarb, erbte seine Nichte Enna von Fürstenberg Haus Opherdicke mit den dazugehörigen Ländereien.
Enna von Fürstenberg – verheiratete Gräfin Trips – schenkte der Kirchengemeinde zwei Häuser am Kirchplatz mit der Auflage, dafür die Familiengruft zu pflegen und jährlich zum Seelenheil der Familie eine Messe lesen zu lassen.
Lage der Gräber
(Blick nach Süden):
- Franziska
- Franz Joseph Michael
- Augusta
- Franz Caspar Michael
- Hermann Michael
- Franz Anton Michael
- Sophie von Fürstenberg
Drei Generationen von Lilien auf Haus Opherdicke
Über eine Erbschaft seiner Mutter Elisabeth Adolfine von Lilien, geb. von Hane (1738, †1807), kommt Haus Opherdicke 1792 an Franz Caspar von Lilien (1766, †1856), verheiratet mit Margarete von Esch (1. Generation).
Dieser Franz Caspar war lange Zeit Bürgermeister des Amts Aplerbeck, zu dem Opherdicke damals gehörte.
Die zweite Generation waren Franz Joseph Michael von Lilien und seine Frau Augusta, geb. von Vittinghoff.
Die dritte und letzte Generation waren Franz Caspar Michael und seine Geschwister Franziska, Hermann Michael und Franz Anton Michael, deren Grabplatten sich auf der Familiengruft in Opherdicke befinden, sowie Margarethe.
Margarete und ihr Ehemann Klemens von Fürstenberg‑Stammheim waren die Eltern von Enna (Eugenie) von Fürstenberg, verheiratete Gräfin Trips (die Großmutter des Rennfahrers Berghe von Trips).
Die Trauerwappen
Die Pfarrgemeinde St. Stephanus ist im Besitz von drei Trauerwappen der Familie von Lilien.
Sie betrauern 1826 Margarethe von Lilien, geb. von Esch, 1835 Maria Anna v. Fürstenberg, geb. von Lilien und 1877 Franz Joseph Michael von Lilien.
Im 19. Jahrhundert war das Aufstellen dieser Trauerwappen üblich:
„Wenn ein adeliger Besitzer dieser aristocratischen Wohnungen stirbt, so wird auf der Vorderseite des Hauses ein großes, rechteckiges Tableau ausgestellt, in welchem die Wappen des Verstorbenen auf schwarzem Grunde glänzen. Dieses Trauer‑Wappen bleibt hier ein ganzes Jahr ausgestellt.“
(aus: „Reise‑Skizzen – Das Leben zu London“,
in „Europa, Chronik der gebildeten Welt“,
Stuttgart, 1837, August Lewald (Hrsg.),
3. Bd., S. 397)
Impressum: Herausgeber: Historischer Verein Holzwickede e. V., Dorfstraße 29, 59439 Holzwickede, Arbeitskreis Geschichtswerkstatt, http://www.geschichtswerkstatt-holzwickede.de Text und Layout: M. Blennemann und A. Heidemann Bilder und Bildbearbeitung: Bestand des Historischen Vereins Holzwickede e. V. Zeichnungen: Carl Martens Druck: Gemeinde Holzwickede, 2013
Die Veröffentlichung auf der Hompage der Pfarrei Hl. Franziskus Holzwickede erfolgt auf Basis des Originaldokuments mit genehmigung des “Historischer Verein Holzwickede e. V.”
Die Grafiken und Fotos sind für die Webseite KI aufbereitet.
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