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Herz­li­che Ein­la­dung zu „Bach­kan­ta­ten zum Mit­sin­gen“ für geüb­te Sän­ge­rin­nen und Sän­ger! Kom­pakt an zwei Sams­ta­gen wer­den die bei­den Kan­ta­ten Wer da gläu­bet und getauft wird BWV 37 und Was mein Gott will, das g’scheh all­zeit BWV 111 ein­stu­diert und in einem Kon­zert mit Orche­ster auf­ge­führt. Die bei­den Pro­ben fin­den am 4.10 und 11.10 jeweils von 14.00–18.00 Uhr im Pfarr­zen­trum St. Mar­tin statt, das Kon­zert fin­det am 12.10 um 16.30 Uhr in der Kir­che St. Katha­ri­na statt. Eine Anmel­dung zum Mit­sin­gen unter franziska.classen@kirche-unna.de ist erfor­der­lich, die Teil­nah­me ist kosten­los.

Die Kan­ta­ten Wer da gläu­bet und getauft wird BWV 37 und Was mein Gott will, das g’scheh all­zeit BWV 111 ent­stan­den bei­de in Johann Seba­sti­an Bachs Amts­zeit als Tho­mas­kan­tor in Leip­zig und demon­strie­ren sei­ne rou­ti­nier­te Mei­ster­schaft über die Choral­kan­ta­te nach dem Neu­mei­ster­schen Vor­bild. Die Tex­te bei­der Kan­ta­ten stam­men von unbe­kann­ten Text­dich­tern und fügen neben den frei­en Dich­tun­gen dabei viel­fäl­ti­ge geist­li­che Text­for­men zusam­men.

In BWV 37 fin­den wir so etwa einen rüh­ren­den Ein­gang­s­chor, des­sen Vers eine sehr direk­te Para­phra­se der Wor­te Jesu aus dem Evan­ge­li­um ist. Der drit­te Satz wie­der­um ist eine weni­ger bekann­te, aber sehr beein­drucken­de Choral­be­ar­bei­tung des berühm­ten Mor­gen­stern-Lie­des des Unnaers Phil­ipp Nico­lai, in der die zwei Vokal­so­li­stin­nen die Cho­ral­zei­len imi­ta­tiv ein­an­der zuwer­fen.
Die Kan­ta­te BWV 111 ist deut­lich ern­ster im Ton und ver­ar­bei­tet das gleich­na­mi­ge Lied von Albrecht von Preu­ßen in einer für Bach typi­schen, hoch­kom­ple­xen kon­tra­punk­ti­schen Ver­fah­rens­wei­se, bei dem die Chor­stim­men die­se durch­imi­tie­ren und die Sopra­ne die Cho­ral­zei­le als Can­tus fir­mus in dop­pelt so lan­gen Noten­wer­ten aug­men­tiert.

Die­se bei­den Kan­ta­ten, die in dem dies­jäh­ri­gen Bach-Chor­pro­jekt zum Mit­sin­gen ein­stu­diert wer­den sol­len, gehö­ren zwar zu den weni­ger bekann­ten Wer­ken Bachs die­ser Gat­tung, aber sie füh­ren uns den­noch das inspi­rie­ren­de Hand­werk des Kom­po­ni­sten vor, des­sen tief­grün­di­ge musi­ka­li­sche Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Glau­ben eine bis heu­te gel­ten­de, uni­ver­sel­le Bedeu­tung für alle Chri­sten behau­ten kann.


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